Design Newspaper Award 2009 / Award of excellence

” Der European Newspaper Award hat die Aufgabe, europaweit den Austausch von Ideen über Konzept und Design von Zeitungen in Print und Online zu fördern. Der Wettbewerb wird von Norbert Küpper veranstaltet. “


Konzept:
60 cent ist eine zwei wöchentliche Beilage in Zeitungen, die einen Auszug der ersten Seiten vom Buch abbildet, zu dem gibt es Informationen, wie Interviews, zum Autor, Buch oder Thema.

Der Name ist auch gleichzeitig der Preis der Zeitung. Die Geschichten sind lediglich Auszüge und sollen zum weiter lesen animieren. Es werden dann weiterführende Links angeboten, z.B. für Downloads, E-book. Bei besonderen Ausgaben können auch GratisDownloads erscheinen.

60 cent soll sich mit dem Internet ergänzen und ein Vorgeschmack auf das komplette Buch bieten. Um an die Informationen und die Kurzgeschichte zu gelangen muss der Konsument die Seiten zerreissen, am Ende ergeben sich dann autonome Einzelteile.

Durch die spielerische Handhabung und das Erforschen steht 60 cent für das Medium Zeitung ein das sich wichtig macht und auffordert neu entdeckt zu
werden. Die Zeitung soll als Träger nicht den digitalen Fortschritt weichen
sondern sich ergänzen, aber auch auf den heutigen Konsumenten
eigenständig einstellen. Am Ende löst sich 60 cent selbst auf. Der jeweilige Papierfetzen kann aufgehoben werden und bequem in die Tasche für unterwegs aufbewahrt werden-Bücherregal ade!
Nicht nur der praktische Aspekt , von einer einfachen Handhabung und
der Sorge was mit dem gelesenem Werk danach passieren wird, war
ein wichtiger Gedanke bei der Konstruktion der Zeitung. Auch der
Standpunkt der Gesellschaft gegenüber des Buches, der digitalen Welt
und der Zeit sind als Grundgedanke mit eingeflossen.

Zur Schrift: Es sollte eine Schrift sein, die eine Funktion besitzt , nämlich
dessen Gestaltung im Hintergrund steht und gut lesbar für eine breite
Masse ist. Die Hauptschrift (überwiegend Fließtext) ist die „Sylexiad“
entwickelt von dem Amerikanischen Professor Robert Hillier, Senior
Lecturer an der Norwich School of Art and Design
. Diese Schrift ist
speziell für Menschen die an der Leseschwäche Dyslexie leiden.
Die Frage ist, sind die guten Antiquaschriften die normalerweise für
Zeitungen benutzt werden, überhaupt für jeden gut lesbar? Sylexiad ist
in ihrer Wirkung noch nicht bewiesen, und die Verwendung hier soll ein
Versuch darstellen.